Ein Megafon, gehalten von einem Mann in einer blauen Jacke

David gegen Goliath

Der jahrzehntelange Kampf von Bürgerinitiativen und Umweltaktivisten gegen den ungebremsten Wachstum des Flughafens ging im Jahr 2020 in die nächste Runde. Mit dem 15. Planfeststellungsverfahren möchten Flughafen und DHL die Kapazitäten an der Start- und Landebahn Süd weiter erhöhen – bis 2032 um rund 50 Prozent. Das bedeutet nicht nur eine Steigerung der nächtlichen Lärmbelastung, die schon heute in den Spitzen weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Werten liegen, sondern auch eine immense Erhöhung des Kerosinverbrauchs sowie des des Fein- und Ultrafeinstaubs. Ein neues breites Bündnis aus Lärmbetroffenen und Umweltbewegten sammelte deshalb über 4.000 Einwände gegen das Planfeststellungsverfahren. 

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Stimmen zum Plan­feststel­lungs­verfahren

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Demon­stra­tion und Übergabe der Ein­wände

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„Der Flughafen hat einen oberflächlichen und lückenhaften Antrag eingebracht. Wir konnten das so nicht stehen lassen.“

Peter Richter – Mitgründer IG Nachtflugverbot Tweet

Am 15. Februar 2021 versammelten sich Demonstrierende aus Bürgerinitiativen und Umweltbewegungen vor der Dienststelle der Landesdirektion Sachsen. Sie übergaben ein Positionspapier und einen Ordner mit Kommentaren der Petition „Kein weiterer Ausbau des Frachtflughafens Leipzig-Halle“. In mehreren Reden sprachen sich Betroffene gegen die Ausbaupläne aus. Vorangegangen waren viele Wochen aktiver Bemühungen. Der Bürgerbeteiligungsprozess drohte aufgrund der Corona-Lage unterzugehen. Die Aktiven mussten nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern auch Betroffene aus Leipzig, Schkeuditz und den zahlreichen kleinen Gemeinden zu einem Einwand motivieren. Die Mühen haben sich gelohnt: 4.100 Einwandsschreiben sind per Post und Fax bei der Landesdirektion eingegangen. Über 10.000 Menschen haben die Online-Petition bis Juni 2021 unterschrieben.

Selbst gebaute Messstationen registrieren Lärm und Feinstaub

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Wenn etwas nicht gemessen wird, ist es auch nicht da. Fluglärm ist genau so ein Phänomen, ebenso wie Feinstaub: Die Belastung ist zwar vorhanden, aber ohne konkrete Daten ist es schwer, Zusammenhänge zu belegen. Steven England möchte das ändern und arbeitet an einem eigenen Citizen-Science-Projekt. Für einen überschaubaren Betrag können sich Nachbarschaften dann ihre eigene Messstation anschaffen. Im Interview erklärt er, wie das funktioniert und was ihn motiviert.

Steven England hat Informatik studiert und arbeitet mittlerweile bei einem Telekommunikations-Unternehmen. In seiner Freizeit engagiert er sich für den Umweltschutz auf seine Weise: Mit einem sog. Citizen-Science-Projekt will er ein kostengünstiges Gerät bauen, dass Feinstaub genauso misst wie Lärm.

Eine selbst gebaute Messstation im Vogelhaus

Was werden wird

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„Wir versuchen weiterhin, das Thema in den öffentlichen Raum zu bringen.“

Klimaaktivistin Anna Kaleri Tweet

Peter Richter, Matthias Zimmermann, Anna Kaleri und viele andere bleiben aktiv. Auch wenn es ungewiss ist, wie die Landesdirektion entscheiden wird, und ob 4.100 Einwände und über 10.000 Unterschriften gegen das Planfeststellungsverfahren genügen, lässt sich das Aktionsbündnis nicht unterkriegen. Leider ist es auch nicht ausgeschlossen, dass das Anliegen vor Gericht gehen wird. Das wäre ein Kampf David gegen Goliath: Der Flughafen gehört der öffentlichen Hand. Wer gegen den Staat klagt, braucht einen langem Atem und viel Geld.

Deshalb ist es wichtig, zu unterstützen: Mit einer Unterschrift, der Teilnahme an Veranstaltungen oder einer Spende. Damit Wachstum und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in Einklang gebracht werden können. Damit die Anwohnenden gesund leben können. Damit das Klima nicht noch weiter geschädigt wird und die Verschmutzung durch den Flughafen uns nicht allen die Lebensgrundlage entzieht. Dieses Mal darf es nicht wieder nur um Wirtschaftsinteressen gehen.

Sie möchten einen Beitrag dazu leisten, dass das bürgerliche Engagement für ein gutes Auskommen für Mensch und Umwelt mit dem Flughafen nicht versiegt? Hier finden Sie Möglichkeiten:

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Informieren Sie sich auf der Seite des Aktionsbündnisses für Klima- und Lärmschutz und sofortigen Ausbaustopp am Flughafen Leipzig/Halle.

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IG Nachtflugverbot Leipzig/Halle e.V.
Volksbank Delitzsch eG
BIC: GENODEF1DZ1
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